KONSTRUKTIVE KONFLIKTKULTUR

Unsere MI-Ausbildung umfasst neun Seminartage Für therapeutische Berufe finden Sie hier eine kontextspezifische Ausbildung in Motivational Interviewing. Wer löst denn „das Problem“ in therapeutischen Behandlungen? Patient*in oder Therapeut*in? Selbstverständlich ist in vielen Fällen der/die Therapeut*in mit der notwendigen Expertise gefragt und wird das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Hierzu stehen der Fachkraft zahleiche evidente Konzepte und Techniken zur Verfügung. Oftmals wird jedoch gerade der/die Patient*in den Schlüssel zum Erfolg tragen. Was also gilt es zu tun, wenn der/die Patient*in das Problem zu lösen hat? Gerade in derartigen Fällen gilt es, Ressourcen und Möglichkeiten mit dem/der Patient*in zu entwickeln und selbstbefähigendes Handeln zu ermöglichen. Motivational Interviewing (MI) ist ein Ansatz, der sich auch auf diesem Feld bewährt hat. Diese themenspezifische Ausbildung orientiert sich an typischen Fragestellungen aus der Physiotherapie, der Ergotherapie, der Logopädie und weiteren medizinischen Berufen. Denn MI bietet sich in besonderer Weise als Methode an, um Patient*innen zu unterstützen, ihre Gesundheit eigenständig zu gestalten und ihr Gesundheitsproblem selbst zu lösen, Verhaltens-, Lebensstiländerungen und die Compliance zu unterstützen, schwierige Gesprächssituationen konstruktiv und auf Augenhöhe zu lösen, Gespräche mit Patient*innen, Angehörigen und anderen beteiligten Berufsgruppen zu bewältigen und die Kommunikation in der Therapie und Prävention erfolgreich zu gestalten. Die Ausbildung richtet sich an Therapeut*innen, Mediziner*innen, Leitungskräfte, Lehrkräfte therapeutischer Berufe und Fachkräfte in angrenzenden Bereichen. Für Praxisteams, Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen bieten wir den Grundkurs und die gesamte themenspezifische MI-Ausbildung auch als Inhouse-Veranstaltung an. Sprechen Sie uns bitte an. in drei Abschnitten. 1. MODUL Im ersten dreitägigen Modul der Ausbildung (=Grundkurs) wird als Erstes ein Überblick über MI gegeben. Herkunft und Geschichte sowie der Aufbau des Kon- zepts werden dargestellt. Die essentielle Bedeutung des Menschenbildes und der systemisch-humanistischen Grundhaltung werden erläutert und diskutiert. Die Vermittlung der Prinzipien und Prozesse des Ansatzes bietet die Möglichkeit der Verortung im (schulspezifischen) Spektrum unterschiedlicher Beratungs-, Therapie und Gesprächsführungskonzepte. Im Zentrum des ersten MI-Moduls stehen die fünf Basismethoden (Offene Fragen, Aktives Zuhören, Wertschätzung und Würdigung, Informieren und Rat anbieten so- wie Zusammenfassen) und die drei Methodengruppen (geschmeidiger Umgang mit Widerstand, Change und Confidence Talk entlocken und fördern). Der Stärkung der Gruppenkohärenz kommt dabei eine beson- dere Rolle zu. Das Erlernen von MI trägt zur Burnout-Prävention bei Anwender*innen bei.

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